Ganz normale Fensterreparaturen. Oder: Zu Fans mutierte Kunden

Neulich hatten wir Besuch der besonderen Art:
Ein Kundenehepaar kam vorbei und bezahlte seine Rechnung persönlich. Mit denkwürdigen Begleitumständen:

Denn kaum durch die Tür gekommen, stürmte die gute Frau gleich auf meinen Tischlermeistergatten zu und umarmte ihn fest, anschließend war ich an der Reihe.
Was geschehen war?
Die Antwort: Eigentlich nichts besonders, jedenfalls nicht für uns:
Wir nahmen einen Anruf mit Reperaturauftrag entgegen und vereinbarten den Termin dafür.
Anschließend war der Geselle da, machte bei den guten Leuten die Balkontür gängig und stellte ein Badezimmerfenster neu ein.
Soweit also „business as usual“.
Dementsprechend waren wir immer noch etwas verdutzt, auch wenn wir uns darüber natürlich sehr freuten.

Also ging das Ehepaar weiter in´s Deteil:
Unsere Neukunden waren vorher mit einem defekten Fenstergriff bereits bei zwei anderen Firmen, die ihnen erklärten, dass hier nichts mehr zu reparieren sei, es müsse eine neue Balkontür verbaut werden. Und der dritte angefragte Betrieb hat sich bis heute nicht gemeldet.

Nachdem sich nun dank der „alltäglichen Reparatur der Extraklasse der Balkontür“ quasi als überraschender Nebeneffekt herausstellte, dass auch das Bad-Fenster, welches beim Hauskauf als reines Kippfenster angegeben wurde, doch zum Drehöffnen geeignet ist, war die Begeisterung perfekt: Nach eigener Aussage stand die Kundin den ganzen Tag im Bad – und öffnete und schloss glückselig ihr Fenster mit so einer Inbrust, dass ihr Mann sich wohl schon ernsthafte Sorgen um sie machte.
Ich denke aber, er muss keine Angst haben: Seine Angetraute leidet nur unter akuter Tischlerei-Hoppe-Begeisterung!
Was vielleicht ansteckend sein mag, aber auf keinen Fall die Lebensqualität mindert!

PS:
Die von der Kundin beauftragte Umarmung des Gesellen habe ich dann einige Tage später trotz heftiger Gegenwehr tatkräftig weitergegeben.
Und nein, ein Foto gibt es nicht davon.

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