Bei Tischlers zu Hause: die blaue Haustür!

Nachdem immer wieder Nachfragen zu der blauen Haustür kommen, dachte ich, dass ein paar Infos zu der Tür zusätzlich zu dem schnöden Foto interessant wären. Ich gebe nämlich zu, dass es mich besonders freut, dass gerade diese Tür so großen Anklang findet. Denn diese Tür ist im früheren Haupteingang unseres Privathauses verbaut worden.

„Um die Ecke“ gibt es übrigens eine dazu passende Nebeneingangstür zu unserer Waschküche.

Wie das so bei der Tischlerei Hoppe üblich ist, sind beide Türen einbruchssicher. (Jedenfalls, soweit ein Bauelement einbruchssicher sein kann, denn eine 100%ige Sicherheit gibt es nie.)

Die Türen sind aus Lärchenholz und in „fernblau“ lasiert (lackiert werden Türen und Fenster bei uns aufgrund der nötigen Holzatmung nicht).

Als ich wir die neue Tür planten, ging es insbesondere darum, dass sie zu einem alten niedersächsischem Resthof aus Backstein von ca. 1920 und den dort neu verbauten weißen Holzfenstern mit innenliegenden Sprossen passen sollte.

Gleichzeitig war uns aber bewusst, dass wir im 21. Jahrhundert leben. Und die aktuellen techischen Möglichkeiten wollten wir trotzdem nutzen, jedenfalls soweit sie für uns Sinn machen.

Daher haben wir großen Wert auf die nicht sichtbaren, aber trotzdem vorhandenen, Sicherheitsbeschläge gelegt. Das hätte übrigens auch mit historisch anmutendem Türgriffen funktioniert.Aber wir leben ja nicht irgendwie und irgendwann in DisneyWorld, sondern in der heutigen Zeit in Rinteln, so dass ich gerne schlichte Beschläge für beide Türen wollte.

Dass die Holztür trotz rustikal-ländlicher Optik und hochwertiger technischer Ausstattung eine optimale Wärmedämmung bietet, versteht sich von selbst…

Und um mal aus dem Tischlerei-Nähkästchen zu plaudern:

Ich habe während der Planung damals mit viel Energie den Tischlermeistergatten, den Gesellen und den damaligen Azubi an den Rand des Wahnsinns getrieben: In der näheren Auswahl standen nämlich für mich noch 5 weitere Farben (mal davon abgesehen, dass so ziemlich jede Farbe, die man sich vorstellen kann, möglich gewesen wäre…). Und die Sache mit den Griffen gestaltete sich auch etwas langwierig. Das ist einfach so, wenn man aus einem riesigen Katalog auswählen darf/muss.

Schlussendlich testen wir eigentlich immer irgendetwas aus, wenn wir für uns selber fertigen: Diesmal war es die Farbe eines neuen Herstellers – und prompt gab es, ganz klassisch bei „Erstlingswerken“, besondere Herausforderungen, in diesem Fall vereinzelte Blasenbildung. Aber mit mir können sie es ja machen, ich bin ja keine reguläre Kundin…
Aber der Planungsaufwand und die Kosten (ja wirklich!) haben sich, zumindest für mich, gelohnt:
Ich freue mich tatsächlich immer noch jeden Tag über den Anblick dieser Tür. In der kalten Jahreszeit genieße ich die stark verbesserte Wärmedämmung im Vergleich zur alten Tür. Und wenn man denn mal wegfährt (was bei uns definitiv viel zu selten der Fall ist), sind wir trotz täglicher Einbruchmeldungen in den Medien und quasi nicht vorhandener Nachbarn ganz entspannt.

Tischlerfrau

Veröffentlicht von

Ich bin die "Tischlerfrau": Ehefrau vom Tischlermeister, Mutter von zwei Jungs, Frauchen und Möchtegernchefin vom Tischlerhund Ember.

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