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Die Schattenseiten des Therapiehunddaseins. Oder: Kinesiologie ist doof!

Die Chefin hat nun also bekannterweise ihre Begabung zum Nebenberuf gemacht und tatsächlich eine Praxis eröffnet.
Dort arbeitet sie mit Handauflegen und „kinesiologischen Austestungen“. Und während ich das Handauflegen voll cool finde, sehe ich ihre Tests etwas kritischer:
Wenn die Chefin anfängt, bei mir die Hand aufzulegen, werde ich immer von ganz merkwürdigen Wellen, die vollkommen trocken sind, erfasst. Das ist zwar ein ungewohntes Gefühl, aber so schön, dass ich mittlerweile mehrmals täglich von allein ankomme und mir meine extra Portion Gesundheit abhole.
Soweit – so gut.

Aber es gibt auch Schattenseiten in meinem Therapiehundleben:
Denn anderseits kann die Chefin leider die unmöglichsten Dinge austesten. Einfach nur, indem sie ihre Finger bewegt.
Und das macht sie gerne. Und oft. Einfach nur so zu Übungszwecken.

Ich dagegen übe mich darin, ratzfatz das Weite zu suchen, wenn sie das bei mir macht und mich wieder mit so einem irritierend abwesenden Blick anschaut:
Als Erstmaßnahme klemme ich dann meine Rute ein, ducke unauffällig meinen Kopf und suche diskret das Weite. Mittelfristig (so innerhalb 30 Sekunden) verziehe mich dann an unerreichbare Orte, bevorzugt unter ein Bett.

Denn wenn es dumm läuft, testet die Chefin völlig überflüssige Sachen. Und wenn es noch dümmer läuft, bekomme ich anschließend eine Wurmkur oder ein Läusemittel verabreicht. Und ich hasse diese Tabletten! Diesen widerwärtigen Geruch und grauenvollen Geschmack können weder Leberwurst, noch Bergkäse wieder gut machen!
Das Testen finde ich von ihr völlig unnötig und unfair!

Die Chefin ist aber total empathielos und testet trotz meines Widerwillens unverdrossen weiter. Sie sagt, ich soll mich nicht so anstellen, ohne die Tests würde ich viel mehr Tabletten bekommen, weil die Gabe dann in einem bestimmten Rhythmus erfolgt, und nicht nur nach Bedarf.

Bedarf? Ich habe keinen Bedarf an diesem Zeug!

Und ich habe nichts gegen Rhythmus! Rhythmus ist toll!
Wenn´s denn wirklich unbedingt sein muss, können wir das mit den Tabletten rhythmisch alle 10 Jahre machen!
Aber doch nicht nur, weil ihre Tests unregelmäßig eine negative Einstellung zu kleinen Viechereien haben!

Autor:

Tischlerfrau

Ich bin die "Tischlerfrau": Ehefrau vom Tischlermeister, Mutter von zwei Jungs, Frauchen und Möchtegernchefin vom Tischlerhund Ember.

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