Mythen und Märchen, Teil 2: Alarmanlagen schützen vor Einbruch

Gerne wird für Alarmanlagen mit dem Argument geworben, dass sie einen Schutz vor Einbrechern bieten. Am besten mit einer Direktverbindung zum Handy, damit man jederzeit sehen kann, wie es um das Eigenheim bestellt ist.
Und eine Connection zur zuständigen Wach- und Schließgesellschaft wär auch gut. Uuund zu guter Letzt am besten noch eine Standleitung zur örtlichen Polizeidienststelle!

Leider sieht die Wahrheit anders aus. Ein im Präventionsbereich tätiger und auf das Thema angesprochener Polizist erklärte mir das mal auf den Punkt mit folgenden Worten:
„Eine Alarmanlage heißt fachlich korrekt „Einbruchmeldeanlage“. Und genau das macht diese Technik. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Stellen Sie sich also vor, Sie liegen gemütlich auf Malle am Strand – und dann geht Ihr Handy. Und Sie sehen live und in Farbe, wie gerade ein Einbrecher sich über Ihr Haus hermacht. Was machen Sie in dieser Situation? Wie können Sie jetzt eingreifen?
Die Wahrheit ist, dass Sie keine Chance haben, hier das Unglück abzuwenden. Bis Sie die Polizei oder andere Stellen informiert haben, und diese vor Ort sind, befinden sich die Diebe bereits auf der A2 (die Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls recht hoch, wenn man von Rinteln als Tatort ausgeht, Anm. der Verfasserin).
Aus diesem Grund ist es sinnvoll, erst für die unabdingbare Grundlage, d.h. mechanische Sicherheit (Einbruchschutz für Fenster und Türen), zu sorgen, bevor man sich an die Kür macht und eine Alarmanlage installieren lässt.“

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen…

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