Gleich zu Beginn möchten wir klarstellen:
Auch wenn die Werbung anderes suggeriert, ist die Beschichtung von Fensterglas gegen Steinwurf o. ä. nicht die erste Maßnahme, die gewählt werden sollte, wenn Sie Ihr Haus gegen Einbruch schützen wollen. Hier ist die menchanische Sicherung immer noch das unverzichtbare Pflichtprogramm.
Dennoch gehört zu einer optimal gegen Einbruch geschützen Immobilie, quasi als Kür, die einbruchhemmende Glasbeschichtung.

Mittlerweile gibt es hier in guter Qualität Folien, mit denen im Bereich des Einbruchschutzes Fensterglas oder Glastüren nachträglich gegen Glasbruch gesichert werden.
Wird vom Monteur gut gearbeitet, sind hinterher auch keine Luftblasen oder andere Unregelmäßigkeiten zu sehen, es sei denn, sie waren schon vorher auf oder in dem Glas.
In der Tischlerei haben wir ein Musterfenster, dass Sie sich gerne ansehen können, um den kaum bemerkbaren Unterschied (nicht) zu sehen.

Wollen Sie also ebenfalls Ihre Fenster und Türen auf diese Weise nachträglich sichern lassen, beachten Sie bitte folgendes:
Wie bereits oben geschrieben, ist es im Sinne des Einbruchschutzes wichtiger, dass als erstes die Fenster und Türen mit mechanischem Schutz (exakt montierte (!) Pilzkopfsicherungen in ausreichender Menge, aufschraubbare Sicherungen inkl. abschließbarer geprüfter Fenstergriff) versehen werden, weil Einbrecher bevorzugt durch Fenster und Terrassentüren einbrechen. Laut aktuellster Kölner Studie (in diesem Fall von 2011) kommen hierbei 80% der Einbrecher mittels Aufhebeln von Fenstern oder Terrassentüren in´s Haus. Nur 8% brechen dagegen mit Methoden ein, bei denen Scheiben eingeworfen werden (durchgreifen und Fenstergriff betätigen). Daher kann eine nachträgliche Sicherung des Glases mit Folie nur die Optimierung eines zuvor mit mechanischem Einbruchschutz ausgestatteten Hauses sein!

Weiterhin beachten Sie bitte, dass die meisten Folien Ihre Fenster nur durchwurfhemmend machen. Allerdings ist dies in den meisten Fällen auch ausreichend, weil die wenigsten Einbrecher die komplette Scheibe zerstören und durchsteigen, nämlich weniger als 1%. Hintergrund ist, dass Einbrechern diese Einbruchmethode zu lange dauert, und die Verletzungsgefahr zu hoch ist.

Zu guter Letzt:
Die aufgeklebte Folie ist ein guter nachträglich montierter Einbruchschutz ihres Fensterglases. Wenn Sie aber Ihre Scheiben gleich komplett gegen spezielles einbruchsicheres Glas (in Fachkreisen P4A genannt) austauschen, erhalten Sie ein noch besser geschütztes Fensterglas. Hier sind die Folien mit zwei Glasscheiben Ihres Isolierglases verklebt. So können Sie sowohl innen als auch außen das Glas putzen, ohne auf die Informationen des Folienherstellers achten müssen.