Altgeselle – Junggeselle? Oder: Verwirrende Stausbezeichnungen

Vor einigen Tagen schrieb ich bereits über unseren Neu-Gesellen.
Jetzt frage ich mich aber, ob die Bezeichnung richtig ist, denn das Gegenteil von alt ist ja (auch) jung? Und jung isser ja, der Jung´!
Dabei zwar unverheiratet, aber bereits in festen weiblichen Händen. Ist er jetzt trotzdem ein Junggeselle?

Und macht der neue Status als Geselle des einen nun automatisch unseren Alt-Azubi und mittlerweile langjährig bei uns arbeitendem 35-jährigen Gesellen nun zu einem Altgesellen? Kommt noch dazu, dass der Mann von seiner Frau  gut gepflegt und gehegt wird. Und auch die Arbeit scheint ihn jung zu halten. Prompt wurde der Mann so knackig, wie er ist, schon einige Mal für den Azubi gehalten.
Kann man so jemanden also wirklich Alt-Geselle nennen???

Oft genug sagen wir untereinander einfach „unsere Jungs“. Aber selbst hier müssen wir dann präzisieren, sind doch unsere genetischen Nachkömmlinge ebenfalls „unsere Jungs“.

Also ist jetzt nur einer unserer Jungs Junggeselle? Oder sind es dann doch eher drei? Dabei sind zwei allerdings noch im Teenie-Alter, also schon fast selbstverständlich unverheiratet (und natürlich darüberhinaus unausgebildet). Sagt man in solchen Fällen dann überhaupt explizit Junggeselle? Auch wenn es den Tatsachen entspricht?
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Aber zur Sicherheit sei noch gesagt, dass wir trotz aller Sprachblödeleien stocknüchtern sind und unsere Arbeit in der Tischlerei sehr ernst nehmen.
Spaß macht´s trotzdem. Sowohl die Tischlerei als auch das Blödeln. 🙂

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